Unternehmensvideo
Es gibt Probleme, bei denen so mancher glaubt, keinen Ausweg mehr zu sehen, sei es durch Arbeitslosigkeit, Ehescheidung oder andere persönliche Gründe.
Nicht immer ist man dann in der Lage, die entstehenden Probleme selbst zu lösen. Es bauen sich Mietschulden auf; Zwangsräumung und Obdachlosigkeit droht.
In solchen Situationen stehen dem Hilfesuchenden die Mitarbeiter der Bereiche Inkasso sowie der Sozialpädagogischen Betreuung unterstützend zur Seite. Sie geben Hinweise, wohin sich der Betroffene wenden kann, helfen selbst beim Ausfüllen von Formularen und erarbeiten gemeinsam Lösungen, wie Mietrückstände abgebaut und erforderliche Behördengänge erledigt werden können.
Erreichbarkeit
Mitarbeiter Mahnwesen
Herr Hermert
Telefon: 03475 678-130
u.hermert@wobau-eisleben.de
während der Sprechzeiten der Wohnungsbaugesellschaft
Mitarbeiter für die sozialpädagogische Betreuung
Frau Ethner
Hohetorstraße 17-18
Telefon: 03475 7089774
täglich von 8.00 bis 10.00 Uhr sowie nach Vereinbarung
Leben in der Gemeinschaft - Wobau unterstützt Verein zur Betreuung sozial schwacher Mitbürger
Die Zahl hilfebedürftiger Menschen, die alleingelassen, mit sozialen, seelischen, finanziellen und gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben, ist nur eine Dunkelziffer, aber gewiss sehr hoch. Jene Menschen verstecken sich oftmals in ihren
Wohnungen, vernachlässigen ihre Hygiene, Gesundheit, das Essen, ihre Finanzen und sozialen Kontakte. Niemand kümmert sich um sie, da sie nicht mehr in der Lage sind, Hilfe einzufordern, sich selbst aufgegeben haben. Spätestens, wenn die
Miete nicht gezahlt wird oder Nachbarn sich beschweren, wird man auf sie aufmerksam. In der Wobau Eisleben gibt es
deshalb seit 1998 ein Wohnhilfeprojekt, um sozialer Verantwortung gepaart mit wirtschaftlicher Vernunft gerecht zu werden. Ansprechpartner dafür ist Marion Ethner, die viele hilfebedürftige Mieter der Wobau fachlich bestens betreut.
Sie und viele andere ehrenamtlich Tätigen hatten den Traum, speziell für diese Menschen ein Haus einzurichten, um
effektiver und umfassender Hilfe über den ganzen Tag hinweg abzusichern, die dringend nötig ist. So wurde am 1.12.2009
der „Verein zur Betreuung sozialschwacher Mitbürger“ gegründet, Volker Gottschlik als Vorsitzender und Marion Ethner als
dessen Stellvertreterin gewählt. Materielle Voraussetzungen werden u. a. durch die Mitgliedschaft der
Wohnungsbaugesellschaft Eisleben abgesichert, die zugleich das Haus Hohetorstraße 17/18 zur Verfügung stellte.
Es fanden sich bisher viele Sponsoren (Handwerker, Unternehmer), die das neue Betreuungshaus innen sanierten und 12 Einraumwohnungen, Gemeinschaftsräume, Küche, Toiletten und Bäder liebevoll ausstatteten. Seit Mitte 2009 ist das Haus komplett belegt, wobei ein weitaus größerer Bedarf besteht. Das Motto dieser Gemeinschaft ist „Hilfe zur Selbsthilfe“. Alle Bewohner, ob 27 Jahre oder 70, ob männlich oder weiblich, sind allein stehend, seelisch, körperlich, oder geistig
behindert. Sie sind auf Fremdhilfe angewiesen – angefangen bei der Gestaltung des Tagesablaufes, des Einkaufs, von Behörden- oder Arztbesuchen. Hier sollen sie lernen, das Leben etwas zu meistern: sie kochen und essen gemeinsam, verbringen Feiertage und Geburtstage in Gemeinschaft. Dabei werden sie am Tag von Mitgliedern des Vereins ehrenamtlich betreut, die auch danach immer telefonisch erreichbar sind. Zugleich verlegte die Wobau die Anlaufstelle des
Wohnhilfeprojektes mit in dieses Haus, da Marion Ethner über gute Kontakte zu Ämtern und jahrelange
Betreuungserfahrungen verfügt.

- Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen.

