Liebe Mieterinnen und Mieter,

am 21.06.1994 wurde die Wohnungsbaugesellschaft der Lutherstadt Eisleben mbH gegründet. Nachdem in den Turbulenzen der Wendezeit erst die Eislebener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH als Nachfolger des VEB Gebäudewirtschaft gegründet wurde, ist diese Gesellschaftsform durch die noch heute bestehende ersetzt worden. Damit wurde eine neue Phase der unternehmerischen Wohnungswirtschaft in der Lutherstadt Eisleben eingeleitet. Oberster Gesellschaftszweck, welcher auch heute nach 20 Jahren unser Handeln bestimmt, ist die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit hinreichend saniertem und bezahlbarem Wohnraum. 

Gerade in den Anfangsjahren des Bestehens unseres Unternehmens mit vielen Unsicherheiten und Risiken war die Wohnungsbaugesellschaft der Lutherstadt Eisleben ein Garant für eine sichere Heimstatt auch für diejenigen, welche von der gesellschaftlichen Wende nicht profitiert haben. 

Auf das Unternehmen, welches mit einem Wohnungsbestand von 4.950 Wohnungen und Gewerbeeinheiten und einem Personalbestand von 81 Mitarbeitern in die Marktwirtschaft gestartet war, kamen schier unlösbare Aufgaben zu. Der gesamte Wohnungsbestand war in einem teilweise erbarmungswürdigen Zustand. Undichte Dächer, zugige Fenster, schlecht funktionierende Heizungen bis hin zu störanfälliger Elektrik waren nur der eine Teil der zu lösenden Mammutaufgabe. Um die Investitions- und Kreditwürdigkeit der ostdeutschen Wohnungsunternehmen zu verbessern und diese damit in die Lage zu versetzen, die umfänglich vor ihnen liegenden Aufgaben überhaupt lösen zu können, wurde vom Gesetzgeber zunächst mit der Einführung des sogenannten Altschuldenhilfegesetzes eine teilweise Entlastung von ihren aus DDR-Zeiten stammenden Altkrediten begonnen. Hierdurch erfolgte auf Antrag eine Kappung der bestehenden Kredite auf einen Sockelbetrag unter der Voraussetzung, mindestens 15 % des vorhandenen Wohnungsbestandes zu verkaufen.

Mit einem gewissen Stolz können wir resümieren, dass es unserer Gesellschaft als einer der ersten im Lande gelungen ist, diese Vorgaben vollumfänglich zu erfüllen.  Viele ehemalige Mieter sind so zu stolzen Hausbesitzern und auch teilweise zu Vermietern geworden und haben einen unschätzbaren Beitrag zur Verschönerung unserer Heimatstadt geleistet. Mit den durch die Verkäufe realisierten Kaufpreisen, verbunden mit zusätzlichen Kreditaufnahmen konnte das Unternehmen einen großen Teil seiner Investitionen im übrigen Wohnungsbestand umsetzen. Ein weiteres riesiges Arbeitsfeld lag vor uns in der Herstellung der Eigentumsstruktur. Die Grundbuchämter und Katasterbehörden  - zu DDR-Zeiten im Schattendasein -  erlebten einen ungeahnten Ansturm vor allem von Alteigentümern aus den westlichen  Bundesländern, welche unter bestimmten gesetzlichen Rahmenbedingungen (Vermögensgesetz) ihren ehemalig enteigneten Grundbesitz wieder in ihr Eigentum zurück übernehmen konnten. Im Bestand unserer Gesellschaft waren davon ca. 60 Gebäude mit rund 300 Wohnungen betroffen. Diese wurden frühzeitig in die sogenannte Sonderverwaltung separiert und auf Bescheid der Ämter zur Regelung offener Vermögensfrage an die Alteigentümer herausgegeben. Die in dieser Zeit damit verbundenen Ängste und Befürchtungen der Mieter konnten zum größten Teil zerstreut werden. Der überwiegende Teil der Alteigentümer hat ihre Verantwortung wahrgenommen und sein Eigentum saniert und modernisiert. Allein um die oben genannten Aufgaben neben den alltäglichen Problemen der Wohnungswirtschaft zu lösen, waren über viele Jahre hinweg erhebliche Kraftanstrengungen nötig. 

Heute, nach 20 Jahren angestrengter Arbeit können wir mit großem Stolz darauf zurückblicken, in der Stadt Eisleben einen nicht unerheblichen Beitrag zur Verschönerung des Stadtbildes geleistet zu haben. Große Teile der Siedlungen sind saniert, die Liegenschaften sind klar definiert, die Grundbücher in Ordnung. Unserem Unternehmen wird von den jährlich im Unternehmen weilenden Wirtschaftsprüfern eine gesunde Grundlage attestiert. 

Die Probleme sind dennoch nicht verschwunden, sondern haben sich in den letzten Jahren hauptsächlich in eine andere Richtung verlagert: Vermeidung von Wohnungsleerstand. Es wird in den kommenden Jahren die Hauptaufgabe des Unternehmens sein, diesen zu stabilisieren und möglichst nicht anwachsen zu lassen. War es in den Anfangsjahren noch üblich, mit 2-3 Bewerbern auf eine leer stehende Wohnung umzugehen, hat sich die Nachfrage auf dem ostdeutschen Wohnungsmarkt massiv verringert.

Diese Situation wurde durch die Gesellschaft schon sehr frühzeitig erkannt und es wurden geeignete strukturelle Maßnahmen ergriffen.

Die Zentralisierung unserer Verwaltung am Schloßplatz 2, mit dem im Mittelpunkt stehenden Bereich Kundenservice, wurde nach und nach ausgebaut und modernisiert. 

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen unseren Kunden in allen wohnungswirtschaftlichen, aber auch sozialen und menschlichen Aspekten zur Verfügung. Einen breiten Raum hat dabei die soziale Betreuung eingenommen. Ruhe, sozialer Frieden aber auch Ordnung und Sauberkeit in den Wohngebieten ist uns sehr wichtig. 

Als städtisches Unternehmen sehen wir uns in der Pflicht, nicht nur als reiner Vermieter zu agieren, vielmehr haben auch die Pflicht, städtebaulich unseren Beitrag bei der Gestaltung unserer Stadt zu leisten. 

Diese zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Firmengeschichte. Ohne unsere Gesellschaft wär die Verwirklichung von Projekten wie dem Markt 33, der Petrihöfe, dem Markt 22 („Ratswaage“) nicht möglich gewesen. Da hier nicht nur die rein wirtschaftliche Sichtweise, sondern auch die allgemeine Stadtentwicklung in die Umsetzung der Vorhaben einbezogen wurde, sind Sanierungen dieser Art durch Privatinvestoren als kaum realisierbar einzuschätzen. 

Alle diese Erfolge, und das möchten wir zum Ende dieses kleinen Abrisses in der Geschichte unseres Unternehmens resümieren, basieren in erster Linie auf der fleißigen Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nicht zuletzt waren die kontinuierliche Arbeit der Geschäftsführung

und die kluge Unterstützung des Aufsichtsrates der Garant für Verlässlichkeit und Modernität. 

Wenn wir heute unser 20-jähriges Jubiläum feiern, haben wir Dank zu sagen, an alle die uns unterstützt und die Treue gehalten haben. 

Vielen Dank an unsere Mieterschaft, mit welcher wir in großen Teilen vertrauensvolles Verhältnis haben. Danke auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiern, welche bereits ihren wohlverdienten Ruhestand genießen. 

Danke, und dies ist uns ein ganz großes Bedürfnis, an unseren Altgeschäftsführer, Herrn Volker Gottschlik, welcher bis 2006 die Geschicke unseres Unternehmens leitete und den Grundstein gelegt hat, für das, wofür wir heute stehen. Möge er uns noch lange bei bester Gesundheit erhalten bleiben. 

 

Ihr Marc Reichardt

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